SK Problemloesungen beim Tauchen am 16.09.2017

Wenn man ehrlich ist, bringt das Tauchen als Extremsport immer eine gewisse Gefahr mit sich und gerade in der Ausbildung sollte deshalb eine gezielte Schulung der Ausbilder erfolgen, um Probleme frühzeitig zu erkennen, zu behandeln und am besten sogar zu verhindern.

Pünktlich um 9 Uhr früh trafen sich die Teilnehmer im Vereinsheim am Widdauer See zur Besprechung der theoretischen Grundlage. Die Anfahrt gestaltete sich aufgrund diverser Baustellen und Umleitungen zwar etwas schwierig, der Spezialkurs lief allerdings umso harmonischer ab. Nach kurzer Vorstellungsrunde erfolgte eine Aufarbeitung verschiedenster Problemfälle, die dem Taucher bei der Ausübung seines Sportes begegnen können.

Besonderer Fokus wurde hierbei auf die „Vereisung“ gelegt. Analysen des VDST haben ergeben, dass ein Großteil der Unfälle beim Kaltwassertauchen durch Vereisungen und einen ungeschulten Umgang mit dieser Problematik führen. Um dem vorzubeugen, liegt der Fokus des Spezialkurses im Ventilmanagement sowie der Schlauchführung und - Konfiguration. Die Besprechung der Foliensätze gestaltete sich dialogisch und bot viel Raum für Diskussion unter den Teilnehmern.

Am Mittag ging es dann an die Praxis. In lockerer Runde wurden die Ausrüstungen der Probanden auf Herz und Nieren geprüft. Es wurde geschraubt, festgebunden und überlegt, was noch zu optimieren war, um am Ende mit einer Ausrüstung nach Hause zu fahren, die sowohl sicher, als auch komfortabel zu bedienen ist. Anschließend wurde bei bestem Wetter und in kleinen Gruppen (1 Ausbilder, 2-3 Probanden) die neue Ausrüstungskonfiguration im Wasser getestet. Bei zwei kurzen Tauchgängen durften die Probanden verschiedene Probleme selbst einmal lösen: z.B. Unter Wasser die eigenen Ventile selbst abdrehen, alle rechts, manche auch links; Retten von vorne; das Setzen einer Boje mit dem Tauchpartner am Hauptatemregler; Wechselatmung; was passiert wenn unter Wasser das Maskenband reißt oder der Inflatorschlauch gelöst werden muss.

Am Ende der Tauchgänge waren alle Teilnehmer um eine Menge Erkenntnisse und einen Aufkleber im Taucherlogbuch reicher.
Mein abschließendes Fazit der Praxisfortbildung ist sehr positiv. War ich anfangs doch etwas skeptisch, ob mir der Kurs viel bringen würde, so bin ich am Ende, und ich denke ich kann an der Stelle im Namen aller sprechen, sehr froh, den Kurs gemacht zu haben.

Ich weiß jetzt, was ich an meiner Ausrüstung noch verbessern kann und was ich noch üben muss, um optimal auf jede Situation unter Wasser vorbereitet zu sein.
An dieser Stelle möchte ich mich noch für die Organisation des Kurses bei Katja Paravicini und ihrer Ausbildercrew bedanken!

Nina Weigel